My first travel Germany Germany   02:08

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Frank, 19 März 2006
Germany Germany , Berlin


Eine komische Journalistin und der Mediengipfel

Hallo,
nun ist wieder eine Woche vorbei. So langsam habe ich mich auch ins Arbeitsleben eingefunden. Und auch diese Woche habe ich wieder eine wichtige Lektion gelernt, man arbeitet in der Wirtschaft mit Menschen zusammen, die nicht unbedingt im Raum nebenan sitzen, ein großer Unterschied zur Uni-Arbeit. Am Montag war die Projektmitarbeiterin noch einmal bei der Cebit, da vor Ort noch ein paar Termine anstanden – so weit so gut, alles kein Problem. Nun kam jedoch eine Anfrage von einer Journalistin; sie bräuchte unbedingt noch Photos und diese am besten wieder einmal sofort. Die gute Frau sitzt in Hamburg, wir in Berlin, der Kunde in Frankfurt. Nun lag es an mir also die Photos zu organisieren, also mail nach Frankfurt. Bekam dann auch eine mail mit Photos zurück, einige ausgewählt und Bildunterschriften erdacht, leider waren die besagten Photos nicht sehr gut aufgelöst. Dennoch habe ich sie erst mal nach HH geschickt, damit die gute Frau mitschneidet, dass ihre Anfrage wahrgenommen wurde und daran gearbeitet wird. Schreibt sie, die Bilder sind Mist. Also wieder mail nach Frankfurt, dass wir Bilder mit einer höheren Auflösung brauchen. Die kamen dann auch, aber wirklich zufrieden war ich nicht aber was soll ich tun, also wieder ab nach HH gemailt und so weiter und sofort. Kurz vor 18:00 Uhr kam dann wieder eine mail aus HH mit der Bitte um Bilder aus Amerika. Gut denke ich, dann mache ich mal los, Anfrage nach Frankfurt weitergeleitet, aber natürlich keiner mehr vor Ort, sehr blöd. Am nächsten Morgen dann die Antwort aus Frankfurt, hier seien ein paar aus Amerika, aber die Kollegen in Amerika würde nicht vor 15:00 Uhr MEZ im Büro sein, eigentlich keine Überraschung, jedenfalls für mich. Nur die gute Frau in HH wollte/konnte dies nicht nachvollziehen, als sie mich dann auch noch mit einem Namen ansprach, der nur ungefähr meinem Nachnamen (sie nannte mich Rhode) ähnelte war auch meine Geduld zu Ende. Chefin hat dann alles mit dem Satz „Die Amerikaner schlafen noch!“ klargestellt. Naja, letztendlich kamen die Photos, gestern ist dann auch der Artikel erschienen. Mit insgesamt einem (!!!) Bild, welches nicht besonders war.
Na ja, dann ging es noch zu einem Mittagessen mit einem sehr freundlichem Mann, wo über eine Kooperation in einem gesprochen wurde. Sonst war der Dienstag nicht weiter interessant. Am Mittwoch kam dann ein Anruf aus Finnland wg. PR für einen Termin am 21.03., vielen dank für die Vorlaufzeit lieber Kunde, also verschoben sich die Prioritäten der anderen Projekte ein wenig und alles konzentrierte sich auf den Termin. Im Zuge dessen auch erfahren, dass das Bundeskanzleramt zu etwaigen Terminen von Frau Merkel keine Pressetermine macht, soll das doch die andere Seite machen, mal gucken ob das im Wahlkampf auch so läuft. Donnerstag stand dann immer noch im Stern des 21.03., aber abends war es dann soweit. Der Termin auf den ich mich schon die ganze Woche gefreut habe, der Mediengipfel mit Jim Rakete, Tom Tykwer, Thomas Herrmanns und anderen illustren Gästen zum Thema „Kreativstandort Berlin“, hatte unsere schöne studentische Aushilfe als meine Begleitung für den Abend gewonnen, leider hatten wir ein Kommunikationsproblem, weshalb sie sich auf dem Weg verfuhr und dann nicht mehr kam. Am Eingang fragte der gute, nette, freundliche Mann (doppelt so groß & breit wie ich) mich was ich denn hier wolle. Ich wolle zum Mediengifel (total stilecht natürlich im Cafe Moskau, total szenig, na ja eher so szenig wie ein Altersheim in Neumünster), sagte ich ihm, woraufhin er mir freundlich die Tür öffnete während er irgendwelchen Unsinn in sein Headset murmelte. Zwei Anmerkungen, a) wenn er schon fragt, dann soll er sich auch gleich die Einladung zeigen lassen, sonst könnte ja jeder kommen und b) erübrigt sich die Frage, denn warum soll ich abends in so einer Gegend aufhalten ( http://www.loveablan.com/experiments/photo_albums/berlin_2004/Berlin2004-Pages/Image19.html ) ? Denkt der gute Mann ich laufe zu meiner Erbauung durch die nasse Kälte auf einem sozialistischen Prachtboulevard ohne Pracht? Na ja was solls. Also ab zur Garderobe Sachen abgegeben, dann kurz bei den netten Mädels vom Empfang vorbeigehen und sagen wer ich bin und von welcher Agentur, und schon kann das Vergnügen losgehen. Wieder einmal gab es Getränke, Essen und diesmal neu: Gratiszigaretten von Mädels in einem Outfit einer abgehalfterten Indianerin, aber sie waren niedlich. Dann gings langsam zur Podiumsdiskussion, die allerdings sich nicht zu einer Diskussion entwickelte, sondern es wurden eher Geschichten ausgetauscht, es war unterhaltsam und lustig, aber mehr auch nicht. Fragen aus dem Publikum war nicht vorgesehen, schade. Danach ging es dann wieder runter zu lauschiger Musik, Essen, Getränken und Zigaretten. Ich könnte mich an diese Veranstaltungen gewöhnen, wo man so umsorgt wird. Es wird einem alles gereicht und die Kosten trägt... - wer trägt die eigentlich - ich kann es nicht beantworten. Am Ausgang gab es dann noch eine aktuelle Ausgabe von BrandEins und einen Gutschein für eine Woche Edelfitnessstudio. Ihr könnt ja mal raten was ich unserer Studentin gegeben habe, worüber sie sich auch sehr gefreut hat.
Freitag war dann warten aufs Wochenende und da ich am Donnerstag noch ein Einladung zum Abendessen ins Ritz-Carlton bekommen habe, erwartete ich denn Feierabend um so sehnlicher.
Samstag habe ich mich dann mit Nina getroffen, die hier Dieu besuchte und am Freitag bei den Parfüm-Awards + Aftershow Party war, da hätte ich auch gerne noch mal reingeschaut, aber ebenso wie Mediengipfel nur Einlass mit Einladung, na was solls. Es werden noch weitere Partys, Gipfel und Empfänge kommen an denen ich dann teilnehmen kann.
Bis dahin, viel Spass und Gruß Frank

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Fredi

19 April 2006

Hej Frank,

hat mich total gefreut, dass wir uns in Kiel noch in die Arme gestolpert sind!! Wie kam denn das Trikot an? Ich muss mir unbedingt auch noch eins holen : ) Liebe Grüße nach Berlin, ich knuddel Dich, Deine Fredi

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